Spiegelfechtender Eichelhäher

… auf dem Firmenparkplatz. Der Eichelhäher flog die Außenspiegel einiger Autos ab, pickte am Lack und den Spiegeln und plauderte dabei vor sich hin. Ein zweites Tier begleitete ihn weiter oben in den Bäumen. Er zeigte keine Scheu, und die folgenden Fotos konnte ich machen, während er das neben mir parkende Auto inspizierte 🙂

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Wie man beim Vogelbeobachten im Wohnzimmer kalte Füße bekommt

Das ist eigentlich ganz einfach:

Man nehme einen recht schönen Morgen Mitte Februar, heize das Wohnzimmer auf gefällige 20°C und stelle das Spektiv ans Fenster, um ein wenig zu beobachten.

Nach einer Weile stelle man fest, dass dort draußen bei so ziemlich jedem Vogel die Frühlingsgefühle ausgebrochen sind.

Um den Gesang besser genießen zu können, öffne man wahlweise das Balkon-, Terassen-, Veranda- oder Wohnzimmerfenster. Daraufhin erinnere man sich wieder, was der Physiklehrer in der Hauptschule gesagt hat: wenn ich den Kühlschrank öffne, bekomme ich immer kalte Füße, weil die kalte Luft nach unten strömt.

Die Physik lässt sich eben auch beim Vogelgucken nicht austricksen 😉

Überfordert…

Heute war so ein Tag, an dem man sich als Beobachter etwas überfordert fühlt. Das schöne Wetter löst bei den Vögeln wahre Frühlingsgefühle aus, und das Resultat ist: mir schwirrt der Kopf vor lauter umherschwirrenden Federvieh… Kreuz und quer schießen sie dahin, sie alle bleiben nicht mal eine Minute ruhig sitzen, um sich bestimmen zu lassen. Da wird sich geneckt, gejagt und vertrieben, dass es eine wahre Freude ist.

Am einfachsten sind in dieser Zeit die Amseln, die aus jedem nur erdenklichen Eck kommen. Zielstrebig, niedrig und in perfekt gerader Linie schießen sie wie kleine schwarze Raketen über die Straße. Mal drei hintereinander, mal schnurstracks auf die Fütterung zu, dann wieder in den Baum zurück. Die erkennt man auch von weitem
(Leider wird dieses Verhalten den Tieren gerne zum Verhängnis. Erst gestern mittag habe ich auf dem Nachhauseweg bremsen müssen, um so einen Tiefflieger nicht mit dem Auto abzuschießen. Glücklicherweise fuhr ich Schritt und keiner war hinter mir. Ich bringe es eben nicht übers Herz, in solchen Situationen nicht zu bremsen.)

Nur das Zählen wird schwierig. Die schwarzen Gesellen alle im Blick zu behalten und sich zu merken, wohin nun die eine geflogen ist und woher die andere kommt, ist manchmal frustrierend. Schließlich will man doppelt gezählte Amseln vermeiden. Das Ergebnis: gefühlt waren 30 Amseln unterwegs, „sicher“ waren es nur sechs Tiere, wahrscheinlich sind es aber doch ein paar mehr und vermutlich stehe ich morgen früh wieder mit Brummschädel am Spektiv..