Wie schlecht es Ihrem Grillhähnchen wirklich geht…
16 Okt 2009 Hinterlasse einen Kommentar
in Neuigkeiten Schlagworte: Hühner Gänse Enten, Vogelschutz
www.masthühner.de
Am 12.06.09 beschloss der Bundesrat gesetzlich verbindliche Regeln zur Haltung von sog. “Masthühnern”. Auf 1 m² dürfen nun ganz offiziell bis zu 25 Hühner gehalten werden – das sind knappe 2/3 eines A4-Blattes pro Huhn.
Trotz Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeiten von verschiedenen Organisationen, trotz hunderter Einwendungen, die EU-Richtlinie von 2007 wurde nun legalisiert.
Turbomast, industrielles Kraftfutter, fehlende Ruhemöglichkeiten aufgrund Platzmangel, in Kot und Dreck lebende Hühner, hohes Aggressionsverhalten wegen fehlender Rückzugsmöglichkeiten, Muskel- und Knochenkrankheiten – all dies ist nun gesetzlich erlaubt. Dass solche “unmenschlichen” Lebensbedingungen in den Augen der Zuständingen mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, ist kaum zu fassen.
Als Endverbraucher jedoch steht uns “kleinem Volk” die Macht zur Verfügung, solche Mißstände durch Kaufboykott zu beenden. Doch leider können wohl viele Menschen auf das billige Grillhendl kaum verzichten. Ein weiteres Armutszeugnis für die hoch gepriesene soziale Intelligenz des Menschen.
Quellen & weitere Informationen:
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
www.masthühner.de
“Hühnermast – die unglaublichen Leiden der Masthühner” (Albert-Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt)
Streifengänse haben einen besonderen Muskelaufbau
01 Aug 2009 Hinterlasse einen Kommentar
in Neuigkeiten, Wissen Schlagworte: Asien, Hühner Gänse Enten, Zugvögel
Forscher der University of British Columbia haben festgestellt, dass ein ausgeklügelter Muskelaufbau die Streifengänse bei ihrem Zug optimal mit Sauerstoff versorgt.
Die Tiere erreichen auf ihrem anstrengenden Zug zwischen Indien und der Mongolei eine Flughöhe von 9 km, um den Himalaya überqueren zu können. Um die sauerstoffarme Luft optimal nutzen zu können, haben die Gänse einige Methoden entwickelt: eine veränderte Hämoglobin-Variante, um den Sauerstoff besser zu binden, eine erhöhte Atemfrequenz bei Sauerstoffknappheit und eben eine spezialisierte Flugmuskulatur:
- sauerstoffverwertende Muskelfasern, die dicht an der Muskeloberfläche sitzen;
- erhöhte Dichte und Anzahl von Blutgefäßen, die die Muskeln versorgt;
- Mitochindrien, die den Sauerstoff in Energie umwandeln, sammeln sich überdurchschnittlich oft direkt an der Zellmembran.
Dieser Muskelaufbau ermöglicht es den Tieren, die Flugmuskeln optimal mit Sauerstoff zu versorgen.
Doch auch andere Vögel besitzen solch ein ausgeklügeltes System. Es scheint sich hierbei um eine angeborene Anpassung zu handeln und nicht um antrainiertes Können.
Quellen:
http://www.publicaffairs.ubc.ca/media/releases/2009/mr-09-089.html?src=ubcca
http://pressetext.ch/news/090731025/gaense-trotzen-himalaja-dank-perfektem-koerperbau/




