Die Elster und das Schaf

Eine plappernde Elster saß auf dem Rücken eines Schafes und pflückte Wolle heraus, um ihr Nest damit auszustopfen.
“Ruhe, du lautes Ding”, sagte das Schaf, “wäre ich ein Hund, würdest du das nicht wagen.”
“Das stimmt,” antwortete die Elster. “Ich weiß sehr wohl, mit wem ich umgehen kann. Ich lege mich nie mit den Mürrischen und Rachsüchtigen an. Aber ich liebe es, solch hilflosen Geschöpfe wie dich zu belästigen, die mir nichts antun können.”

Zusatz:
Es ist charakteristisch für gemeine, schwache, niederträchtige Gemüter, frech oder tyrannisch zu jenen zu sein, die dazu verpflichtet sind, sich zu unterwerfen, und sklavisch gehorsam gegenüber jenen sind, die das Temperament und die Kraft haben sich zu wehren.
Menschen dieser Art achten sehr genau darauf, Leuten mit den eigenen bösartigen Prinzipien nicht in die Quere zu kommen, um eine entsprechende Reaktion zu vermeiden.
Aber sie erfreuen sich daran, Unheil um des Unheils Willens zu verursachen und scheinen zufrieden zu sein, wenn sie Unschuldige ungestraft beleidigen können.
Dieses Verhalten ist unvereinbar mit den Regeln der Ehre und des Edelmutes und steht allem gegenüber, das großartig, gut, freundlich und lobenswert ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s