Der Pfau und die Elster

Die Vögel kamen zusammen, um einen König zu wählen. Der Pfau erklärte sich selbst als Thronanwärter und zeigte seine bunten Federn, um möglichst viele Stimmen zu erhalten. Die Mehrheit stimmte sodann für ihn und klatschte Beifall mit ihren Flügeln.
Aber gerade als sie den Pfau zum König ausrufen wollten, trat die Elster in ihre Mitte und wandte sich an den neuen König:
“Würde Eure Auserwählte Majestät es einem Eurer unwürdigen Untertanen erlauben, seine Besorgnis auszudrücken im Angesicht dieses Publikums? Wir haben Euch als unseren König erwählt, wir werden unser Leben und unser Geschick in Eure Hände geben, und all unsere Hoffnung und Vertrauen liegen auf Euch.
Wenn also der Adler, der Geier oder der Milan auf uns herabstürzen, -und das werden sie gewiss-, würde Eure Majestät so gnädig sein, unsere Angst darüber zu zerstreuen und unsere Zweifel zu beseitigen, indem Ihr uns wissen lasst, wie Ihr uns gegen sie verteidigt?”
Diese prägnante, unbeantwortbare Frage brachte das gesamte Publikum dazu, ihre Wahl zu annulieren und den Pfau nicht als ihren König zu empfangen.

Und die Moral von der Geschicht:
Folg jenen, die schlecht wählen, nicht.

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