Gefiedertes Blog

"Wir finden Vögel schön, sie selbst dürften sich noch schöner finden." – Prum

Ungarisches Falkenschutzprojekt

Verfasst von keezrha am 4. Februar 2010

Ziel des Projektes ist es, die Brutvogelpopulation der Rotfußfalken (Falco vespertinus) in Ungarn und Westrumänien zu erhöhen und zu unterstützen.
Im Rahmen des Schutzprogramms wurden acht Rotfußfalken im Sommer 2009 von Forschern der Organisation MME/BirdLife Ungarn mit Funksendern ausgestattet.
Die so gesammelten Daten sollen u.a. helfen, potentielle Nistplätze ausfindig zu machen, präzise Informationen über Revier- und Zugverhalten zu sammeln, bekannte Bedrohungen auszuschalten und die Öffentlichkeit zu informieren.

Heni, Csalán, Magdi, Csenge, Jázmin, Hárpia, Anita, Virág – so heißen die mit den Sendern ausgestatteten Falkenweibchen. Die Homepage des Projektes listet aktuelle Informationen über die Senderdaten auf, zeigt Fotos und bietet Möglichkeiten, das Monitoring mitzuverfolgen. Eine interaktive Grafik zeigt Route und Aufenthaltsort der einzelnen Tiere an.

Conservation of Falco vespertinus in the Pannonian Region

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1. Weltseevögel-Konferenz

Verfasst von keezrha am 3. Februar 2010

Aus dem Tagungsprogramm:

Obwohl weltweit zahlreiche professionell arbeitende Seevogelgruppen und -gesellschaften aktiv sind, die Studien erstellen und den Erhalt fördern, mangelt es noch immer an einer globalen Zusammenkunft von Seevogelforschern, Umweltschützern und Politikern.
Das Ziel dieser ersten Weltseevogel-Konferenz (WSC) ist es, diese Gelegenheit zur Verfügung zu stellen und damit das Bewusstsein, den Fokus und die Aufmerksamkeit auf die Seevögel dieser Welt zu lenken.

Ein erfolgreiches WSC stellt einen Plan für Seevogelwissenschaft, Informationsverwaltung und -austausch und Management-/Erhaltungstätigkeiten für die folgende Dekade zur Verfügung.

Die WSC findet statt vom 07.-11. September 2010 in Victoria/Kanada.

Der Hauptfokus liegt auf dem Zusammenspiel von Seevögeln, Klimaveränderung, Fischerei und Vogelschutz.

Weitere Informationen:

1st World Seabird Conference

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Vögel in Google Streetview 1

Verfasst von keezrha am 23. Januar 2010

Klickt man auf den Link, erscheint Google Streetview und man kann den Vogel darin sehen bzw. suchen, herumzoomen und den Blickwinkel verändern

Ein Fasan in den schottischen Highlands

P.S.: Sollten die Vögel mal nicht mehr zu sehen sein, kann man in meinem Picasa-Ordner Screenshots davon bewundern

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Vogel-Witze I

Verfasst von keezrha am 16. Januar 2010

Anja und Maik aus der 2b unterhalten sich über die Berufe ihrer Eltern. Maik erzählt ganz stolz: “Also mein Papa, der ist Star-Fotograf!”
“Boah”, platzt es Anja heraus, “ist das nicht tierisch langweilig, jeden Tag dieselben Vögel zu fotografieren?”


Ein Zoologie-Student steht mitten im Examen. Der Professor deutet auf einen halbbedeckten Käfig, in dem nur die Beine eines Vogels zu sehen sind.
“Welcher Vogel ist das?”
“Weiss ich nicht.”
“Ihren Namen bitte!” Da zieht der Student seine Hosenbeine hoch: “Raten Sie mal!”


Bei einem Treffen von Vogelkundlern berichtet einer über seinen neuesten Zuchterfolg.
Er erzählt: “Mir ist es gelungen, einen Specht mit einer Brieftaube zu kreuzen!”
Die anderen Experten fragen sofort: “Und was ist dabei raus gekommen?”
“Eine Taube die anklopft, wenn sie ihre Briefe bringt!”


Der Kölner Kardinal stirbt. Er vermacht seinen Papagei dem Papst. Dieser Papagei hatte die Angewohnheit, jeden Tag in der Früh, wenn der Kardinal ins Zimmer kam, zu sagen: “Guten Morgen, Eminenz.” Wie sein Käfig nun im Arbeitszimmer des Papstes steht, macht er genau das gleiche. Jeden Morgen: “Guten Morgen, Eminenz.”
Der ganze Vatikan ist entrüstet, dass der Papagei nicht “Guten Morgen, Eure Heiligkeit” sagt. Sie probieren alles Mögliche, um dem Papagei den neuen Spruch beizubringen – vergebens. Schließlich meint ein Berater des Papstes: “Weißt Du was, morgen in der Früh gehst Du in vollem Ornat mit Mitra, Hirtenstab, prunkvollem Meßgewand usw. ins Arbeitszimmer, dann ist der Papagei sicher so voller Ehrfurcht, dass ihm gar nichts anderes übrigbleibt, als “Heiligkeit” zu sagen.”
Gesagt, getan, am nächsten Morgen schleppt sich der Papst vollbehangen mit kirchlichem Klunker ins Arbeitszimmer.
Der Papagei scheint zuerst etwas verwirrt zu sein. Dann ruft er: “Kölle Alaaf, Kölle Alaaf!”


Was ist der Unterschied zwischen einer Schwalbe und einem Schornsteinfeger?
Die Schwalbe hat eine weiße Brust und einen schwarzen Schwanz.
Der Schornsteinfeger hat eine Leiter und kann nicht fliegen.


Was ist weiß mit roten Streifen und fliegt durch die Luft?
Möwe mit Krampfadern.


Was sagt das Huhn zu den ungezogenen Kücken?
“Wenn das euer Vater sehen würde, würde er sich in der Pfanne umdrehen!”


Das frischverliebte Schwalbenpärchen hat seinen ersten großen Streit. Sie ist in Tränen aufgelöst. Er: ‘Warum hast du mich angelogen? Sag schon!’ Sie, schluchzend: ‘Ich bin wirklich nicht verheiratet. Du musst mir das glauben. Mein Ring ist von der Vogelwarte…’


“Wie alt ist eigentlich Ihr Kakadu?”
“Das kann ich nicht genau sagen, aber er spricht oft vom Dreißigjährigen Krieg”


Eine Gans zur Anderen:“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach Weihnachten?“


“Hallo,hallo…”, jammert es vom Dach, “haben sie eine weinende Frau mit einem Käfig gesehen? Ich bin der Papagei!”


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das Rotkehlchen

Verfasst von keezrha am 10. Januar 2010

Rotkehlchen im Winter

Das Rotkehlchen, Erithacus rubecula, ist wohl der possierlichste Gartenvogel unserer Heimat.

Unverwechselbar ist das Rotkehlchen, denn der Name ist Programm: erwachsene Männchen wie Weibchen präsentieren eine rotorange Brust. Die auffällige Färbung dient zur Verteidigung des Reviers und wird dem Eindringling drohend entgegengestreckt.

Dem Rotkehlchen habe ich den 2. Teil meiner “Sammlungen” gewidmet. Hier findet Ihr Geschichten, Gedichte, Wissenswertes und Sagen & Legenden rund um das Rotkehlchen.

Der Name
“rubecula” bedeutet “Rötchen”, und schon im Althochdeutschen erhielt der kleine Vogel seinen Namen aufgrund der Roten Brust: “rotil” hieß es schon damals und wurde im 16. Jahrhundert “Rötele” genannt.
Es gibt Unmengen regionaler Namen für das Rotkehlchen, die aufzeigen, wie bekannt und beliebt der Gartenvogel ist.

Weitere weltweite Namen des Rotkehlchens
Englisch: European Robin
Dänisch: Rødhals
Spanisch: Petirrojo Europeo
Finnisch: punarinta
Französisch: Rougegorge familier
Isländisch: Glóbrystingur
Italienisch: Pettirosso europeo
Japanisch: yo-roppakomadori
Niederländisch: Roodborst
Polnisch: rudzik
Portugiesisch: Pisco-de-peito-ruivo
Schwedisch: Rödhake

Quellen
Wikipedia
NABU

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Vogel des Jahres 2010: der Kormoran

Verfasst von keezrha am 1. Januar 2010

Foto: NABU/F. Möllers

Der Kormoran, Phalacrocorax carbo, ist 2010 der “Vogel des Jahres”.

Kormorane sind Opportunisten: sie fressen die Fische, die ihnen bei den Tauchgängen vor die Nase kommen, also am häufigsten vorkommen und am leichtesten zu fangen sind.

In den 1920er Jahren war der Kormoran praktisch ausgerottet. Schwarzes Federkleid, vermeintlicher Konkurrent der Fischer, der tonnenweise Fische aus den Weihern holt – das Feindbild Kormoran war “perfekt” und hat bis heute überdauert.
Nachdem sich die Bestände inzwischen erholt haben, geht die Jagd von vorne los: Kormoran-Verordnungen, die Sache der einzelnen Bundesländer sind, machen Abschuss und Vergrämung der schwarzgefiederten Taucher heute wieder möglich.

Wissenswertes:

  • Der Name “Kormoran” stammt aus dem Lateinischen “Corvus marinus”, was “Meerrabe” bedeutet
  • “Phalacrocorax” bedeutet “kahlköpfiger Rabe”, “carbo” heißt “Kohle”
  • Zur Familie der Kormorane zählen weltweit etwa 40 Arten, darunter die Krähenscharbe
  • Der Kormoran lebt in Europa, Afrika, Asien, Australien, Neuseeland, Grönland und der Ostküste Nordamerikas
  • Als fast 100%ige Fischfresser sind Kormorane ans Wasser gebunden, sei es nun Meer, Fluss oder See
  • Es wurden Tauchgänge von bis zu 16 m nachgewiesen
  • Nach dem Tauchgängen müssen Kormorane ihr Gefieder trocknen lassen; dazu breiten sie die Flügel aus
  • Ukai wird die Kormoranfischerei in Japan genannt: die Fischer gehen mit zahmen Kormoranen auf Fischfang

Kormorane in der Mythologie:

Kelten erklärten die Bewegung der Sonne damit, dass sie ein Kormoran auf ihrer Bahn zog.

In den norwegischen Sagen heißt es, dass die Kormorane oft Warnungen oder Zeichen aus der Anderwelt bringen.

Andere Namen des Kormorans:

englisch: Great Cormorant
dänisch: Skarv
spanisch: Cormorán grande
finnisch: merimetso
französisch: Grand Cormoran
isländisch: Dílaskarfur
italienisch: Marangone
japanisch: kawau
niederländisch: Aalscholver
norwegisch: Kvitlåring
irisch: Amplóir, Broigheall
grönländisch: Oqaatsoq

Quellen, Videos & weitere Informationen:

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Basteln mit Vögeln 1

Verfasst von keezrha am 30. Dezember 2009

Grußkarten, mit Vögeln als Hauptmotiv, egal ob gezeichnet oder draufgepeppt:

Von Kunst und Kreatives
Von Kunst und Kreatives

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Schnelle Notiz

Verfasst von keezrha am 19. Dezember 2009

Der Winter bringt Ruhe in das gefiederte Blog. Wir haben extrem wenige Singvögel dieses Jahr. Es ist geschlossene Schneedecke hier, und heute konnte ich nur eine Blaumeise und einen Kleiber an den Erdnüssen beobachten.
In den Bäumen konnte ich Gimpel und Schwanzmeisen entdecken, die allerdings rasend schnell weitergezogen sind – zu wenig Fressangebote.

Am Waldrand hinter dem Haus hat die Stadt die Schlehensträucher fällen lassen, schon vor einigen Wochen. Diese Nahrungsquelle fällt also weg, gleichzeitig gibt es auch weniger Deckung und Schutz für die kleinen Piepmätze.
Holundersträucher hier sind Fehlanzeige: vor ein paar Jahren wuchs einer neben dem einem Waldweg. Der musste jedoch im Zuge gewisser Renovierungsarbeiten (ein zweiter Sportplatz) weichen.
Der Rest des Waldes ist aufgeräumte Monokultur mit einem (in Zahlen: 1!) Quoten-Vogelhäuschen darin.

Da lobe ich mir die Doppelmoral eines Vogelschützers im Interview.
Auf die Frage, ob Winter- oder sogar ganzjährige Vogelfütterung etwas bringt, antwortete er: “Vogelfütterung ist sinnlos, die Vögel finden genug Nahrung draußen in der Natur”.
Zwei Atemzüge weiter hieß es dann: “Es gibt wegen der vielen aufgeräumten Gärten und der Monokultur immer weniger Nahrung für die Vögel, daher gehen die Bestände durchaus zurück.”

Aha. Und die Moral von der Geschicht’: Jetzt erst recht Vogelfütterung!

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Vogelfütterung verändert Aussehen und Verhalten der Grasmücken

Verfasst von keezrha am 5. Dezember 2009

Mönchsgrasmücken passen sich an Meisenknödel-Beute an

Deutsche und kanadische Wissenschaftler stellten fest: die Fütterung von Menschenhand beeinflusst innerhalb weniger Generationen das Verhalten und Aussehen einer Vogelart, hier: der Mönchsgrasmücke.

Es dauerte “nur” 50 Jahre, und schon hatten Mönchsgrasmücken, die in Großbritannien überwintern und dort im Land der Vogelfreunde enthusiastisch gefüttert werden, ihren Körperbau auf das zuverlässig vorhandene Fettfutter umgestellt: sie haben kürzere Schwingen und schmale längere Schnäbel.

Auch deutliche genetische Unterschiede zu einer spanischen Überwinterungsgruppe, die ihre Nahrung noch mühsam selbst suchen muss, konnten von den Wissenschaftlern um Gregor Rolshausen festgestellt werden.
Sie vermuten, dass sich die Grasmücke bald in zwei Arten aufteilen könnte.

Quellen:

  • Current Biology
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    die Schwalbenweihe

    Verfasst von keezrha am 25. November 2009

    Heute habe ich durch Zufall* über eine Online-Bildersuche einen schönen, mir bis dato noch unbekannten Greifvogel gefunden: die Schwalbenweihe, engl. Swallow-tailed Kite, oder auch auf wissenschaftlich Elanoides forficatus.

    Dieses wunderschöne Tier zeichnet sich durch lange spitze Flügel und einem extrem gegabelten Schwanz aus. Es erreicht eine Spannweite bis zu 130 cm, wird fast 60 cm lang und wiegt an die 600 gr.

    Beheimatet ist die Schwalbenweihe in Amerika, genauer: südliches Nordamerika sowie Mittel- und Südamerika, wobei ein Teil der Population in den Regenwäldern Südamerikas überwintert.
    Sie ernährt sich von Insekten und Vögeln, die sie geschickt im Flug fängt und schöpft, genau wie ihre Namensgeberin, die Schwalbe, Wasser mit dem Schnabel während des Fluges.

    Im Jahr 2000 wurde eine Schwalbenweihe zurück in die Wildnis entlassen, nachdem sie eine Schulterverletzung in Floridas National Center for Birds of Prey auskuriert hatte.
    Ihre Reise von Florida in das Überwinterungsgebiet in Südamerika kann man hier nachverfolgen:

    Der wissenschaftliche Name Elanoides forficatus bedeutet soviel wie “Weihe, ähnlich einer Schere”.

    Quellen & weitere Informationen, Bilder:

    *Da es keine Zufälle gibt in meinem Weltbild, benutze ich diesen Ausdruck hier nur aus reiner Gewohnheit ;-)

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